Mehr als ein Drittel der US-Amerikaner verlor Beziehungen wegen politischer Differenzen

Mehr als ein Drittel der erwachsenen US-Amerikaner hat Beziehungen zu Freunden, Verwandten oder romantischen Partnern aufgrund politischer Differenzen verloren. Dies geht aus einer Studie hervor, die die zwischenmenschlichen Folgen der politischen Polarisierung in den Vereinigten Staaten untersuchte.

Den im Fachjournal PNAS Nexus veröffentlichten Daten zufolge gaben im Jahr 2025 37% der Amerikaner einen sogenannten „politischen Bruch“ an – den Verlust einer Beziehung aufgrund politischer Ansichten. Dieser Prozentsatz ist seit 2016 offenbar gestiegen. Die Forscher Mertkan Güngör und Peter Ditto analysierten Umfragedaten von Tausenden erwachsenen US-Amerikanern.

Details zu „politischen Brüchen“

Unter denjenigen, die einen „politischen Bruch“ angaben, beendeten 62% eine Beziehung zu einem Freund, 40% zu einem Familienmitglied, 29% zu einem Kollegen und 10% zu einem romantischen Partner. Demokraten berichteten häufiger als Republikaner von solchen Brüchen und waren auch öfter deren Initiatoren.

Die Studienautoren stellten fest, dass Menschen, die Beziehungen aufgrund von Politik verloren hatten, in der Regel besonders negative Gefühle gegenüber ihren politischen Gegnern hegten. Sie neigen auch dazu, die Extremität der politischen Ansichten ihrer Gegner zu überschätzen und anzunehmen, dass ihre Gegner egoistische Motive haben.

Nach Ansicht der Forscher kann ein solches „Brückenabbrechen“ aufgrund politischer Differenzen der Demokratie und dem individuellen Wohlbefinden schaden. Dieses Phänomen trägt zur Verstärkung der Polarisierung und zur Zunahme der Einsamkeit bei.

Quelle: Phys.org